Schon gewusst?

Tierschutzthemen

Wir freuen uns sehr, dass Sie unseren Infobereich zu verschiedenen Tierschutzthemen gefunden haben. Hier können Sie interessante und hilfreiche Berichte über Haus- und Wildtiere lesen. Mit einem Klick auf das Pluszeichen können Sie die Artikel ausklappen und mehr darüber erfahren.

Ihnen fehlt eine dringende Information oder Sie haben eine Anregung für weitere Artikel, so kontaktieren Sie uns gerne und teilen uns Ihre Ideen mit.

Wir freuen uns über jede Nachricht, um diese Liste weiter vervollständigen zu können. Denn im Tierschutz kann nie genug Aufklärungsarbeit betrieben werden. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

Erdkröten - Tödliche Gefahren für Hunde

Mitunter kann ein gemütlicher Spaziergang mit dem Vierbeiner zu einem Wettlauf mit der Zeit werden. Wer kennt die Situation nicht; der Hund schnüffelt am Wegrand, tollt herum und freut sich des Lebens. Beide, Mensch und Hund, erfreuen sich der Natur und plötzlich passiert es. Der Hund hat eine Erdkröte entdeckt, spielt mit ihr, schleckt sie ab oder beißt im schlimmsten Fall in sie herein und verschluckt sie. Nun ist Eile geboten.  

Erdkröten sind giftig und die Giftstoffe (Bufadienolide, Bufotenine oder einige biogene Amine) sind auch für Menschen gefährlich. Sie haben Giftdrüsen zwischen Augen und Kopf, welche zur Abwehr von Fressfeinden dienen. Sie leben überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv in Mischwäldern, Streuobstwiesen und parkähnlichen Landschaften. Aber auch in Gärten, Dörfern und selbst kleineren Städten – und damit in unmittelbarer Nähe zu Hunden.

Selbst nach kurzen Kontakten können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Dazu zählen:

  • Reiben der Schnauze am Boden
  • starkes Speicheln
  • Schleimhautschwellung evtl. mit Bildung von Bläschen oder Pusteln
  • Atembeschwerden infolge der Schleimhautschwellung
  • Schaumbildung im Fang
  • gerötete oder tränende Augen
  • Anaphylaktischer Schock

Des Weiteren können Bewegungsstörungen, Ängstlichkeit oder Ruhelosigkeit, Muskelkrämpfe und Kreislaufbeschwerden sowie Herzrhythmusstörungen bis hin zum Tod auftreten.

Im Falle eines Vergiftungsverdacht sollte als Sofortmaßnahme sofortiges Waschen und Spülen des Fanges und der Nase mit viel Wasser vorgenommen werden. Eine kühle Lagerung des Hundes ist ebenfalls empfehlenswert. Ein Besuch bei Tierarzt ist unbedingt anzuraten.

Weitere, für Hunde giftige Tiere, sind: Feuersalamander, Kreuzotter, Ameisen, Bienen, Hornissen und Wespen

Heißer Sommer - Für Tiere oft eine Qual

Lassen Sie ihr Tier im Sommer nicht im Auto.

Auch das Gassigehen auf Asphalt kann schlimme Folgen für die Pfoten des Tieres haben. Daher gehen sie möglichst nicht zur Mittagszeit, gehen sie im Schatten oder auf Gras und fühlen sie mir der Hand wie heiß der Asphalt ist. Sehen sie unten die extremen Temperaturunterschiede zwischen Luft und Asphalt:

Lufttemperatur / Temperatur des Asphalts:
25 °C / 52 °C
31 °C / 62 °C
35 °C / 65 °C

Wildtiernotfall - Was muss ich beachten?

In der Broschüre des IGHW ( Interessengemeinschaft Hessischer Wildtierpfleger) finden Sie Ratschläge was zu tun ist, wenn Sie ein hilfebedürftiges Wildtier finden. Es werden dort wichtige Fragen beantwortet: wie erkenne ich, ob ein Tier Hilfe braucht, wie begegne ich ihnen, Erstversorgung und Unterbringung.

Pflegestellen können Sie nachfolgend finden:

www.ighw.org/pflegestellen

Hier können Sie die Notfallbroschüre des IGHW (Interessengemeinschaft hessichscher Wildtierpfleger) herunterladen:

Igel gefunden. Was kann man tun?

Bevor die Temperaturen dauerhaft unter fünf Grad fallen, sind die eigentlich nachtaktiven Tiere auch tagsüber unterwegs. Sie müssen sich die nötigen Fettreserven als Kälteschutz und Nahrungsvorrat für den Winterschlaf anfressen. Neben Insekten, Asseln, Würmern und Schnecken suchen sie aber auch nach einem trockenen und frostsicheren Quartier.


Wer einen Igel findet, kann ihn bei seinen Winterschlafvorbereitungen unterstützen. Dichtes Gebüsch, Reisig- und Komposthaufen oder trockene Hohlräume unter Holzstapeln oder in einem Gartenhäuschen eignen sich als Schlafplatz. Auch Blätter, Gestrüpp, Reisig und Zweige dürfen in einer Gartenecke liegen bleiben.

Igel füttern: wenn, dann richtig!

Wenn das Nahrungsangebot für Igel knapper wird, kann eine Futterstelle helfen. Dafür eignet sich Katzen- oder Hundedosenfutter, ungewürztes Rührei, gekochtes Geflügelfleisch oder durchgegartes Hackfleisch. Auf keinen Fall Süßes/ Gewürztes oder Essensreste. Igeltrockenfutter darf nur in geringen Mengen unter das Essen gemischt werden. Zu Trinken bekommen Igel frisches Wasser, aber keine Milch. Der darin enthaltene Milchzucker ist für sie unverdaulich und sie bekommen Durchfall. Schlimmstenfalls verlieren sie dadurch so viel Flüssigkeit, dass sie austrocknen und sterben.

Sobald es friert und schneit, darf nicht mehr zugefüttert werden. Nahrungsmangel ist ein wichtiger Auslöser für den Winterschlaf. Füttert man die Igel weiter, hält man sie künstlich wach.

Wann brauchen Igel Hilfe?

Nur in Ausnahmefällen sollten Igel im Haus überwintern. Tiere, die bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee tagsüber unterwegs sind und Anzeichen von Unterernährung aufweisen, krank oder verletzt sind, bedürfen Hilfe. Untergewichtige Tiere (weniger als 600 Gramm) erkennt man an einer Einbuchtung hinter dem Kopf, der sogenannten "Hungerlinie". Kranke Igel sind apathisch und rollen sich bei Berührung nicht zusammen, ihre Augen sind eingefallen und schlitzförmig.

Aus dem Nest gefallen? Jungvögel am Boden sind nicht zwangsläufig in Not!
Junge Bachstelze / Foto: Annegret Wiermann

Der NABU appelliert, vermeintlich hilflose Vogelkinder, die scheinbar aus dem Nest gefallen sind, bitte an Ort und Stelle zu belassen! Nur ganz selten handelt es sich bei Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen.

„Manche Vogelarten verlassen nämlich das Nest bereits, bevor sie fliegen können“, erläutert Marco Sommerfeld, Vogelexperte des NABU Hamburg. „Dazu zählen nicht nur typische Nestflüchter wie Enten, Fasanen oder Kiebitze, sondern auch einige Singvogelarten.“ Im Stadtbereich handelt es sich zumeist um die bräunlich gefleckten Jungamseln, die etwa eine Woche vor dem Flüggewerden der drangvollen Enge des Nestes entflohen sind. „Wer aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass diese unbeholfen herumflatternden Federknäule mit ihrem noch viel zu kurzen Schwänzchen durchaus nicht verlassen sind“, betont Sommerfeld, „sondern auch weiterhin von ihren Eltern betreut und gefüttert werden.“ Außerdem stehen die Jungvögel am Boden mit den „Bettelrufen“ noch mit ihren Eltern in Kontakt, entfernt sich der Mensch, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

Uhuküken
Uhuküken / Foto: Oscar Klose

„Man sollte aufgefundene Jungvögel daher generell strikt in Ruhe lassen“, fordert Sommerfeld. „Hilfe ist erst notwendig, wenn nach längerer Beobachtung aus angemessener Entfernung (also nach ein paar Stunden) feststeht, dass es sich wirklich um einen verlassenen oder kranken Vogel handelt.“

Dagegen können noch nackte Jungvögel, die am Boden hocken, gleich aufgenommen und ganz vorsichtig zurück in das Nest gelegt werden. In dem Fall stört der menschliche Geruch nicht und die Vogeleltern kümmern sich später wieder um ihn.  

Wer keine Erfahrung mit der Aufzucht solcher Findelkinder hat, sollte dies am besten Fachleuten überlassen. Dies gilt insbesondere für seltene und geschützte Arten! Der NABU oder Vogelpflegestationen helfen ihnen weiter.

Quelle: NABU

Anschaffung eines Tieres - Kosten?

Für ein Tier braucht man viel Zeit im Sinne von Füttern, Fellpflege, Gassigehen und viele Streicheleinheiten. Ihr Tier wird zum Familienmitglied und hat seine Bedürfnisse, die den Rassen entsprechend berücksichtigt werden müssen. Ein Tier viele Stunden alleine zu lassen gehört zu den No-Goes! Fürchtet oder langweilt sich ihr Tier sucht es sich selbst Beschäftigungen und das kann durchaus auch die Zerstörung von ihnen lieb gewonnenen Dingen sein. Auch vereinsamt ein Tier und nimmt Schaden an seiner Psyche.

Weitere finanzielle Aspekte, die zu bedenken sind:

  • Anschaffungskosten (die können erheblich reduziert werden, indem man sich einen Hund aus dem Tierschutz sucht. Diese  sind ärztlich untersucht, was man leider bei manchen dubiosen Tierhändlern nicht behaupten kann.) Auch im Tierschutz findet man Rassetiere und Welpen. Tierheime beraten gerne und geben Tipps.
  • Futter (dies kann auch mal teurer sein, wenn ein Tier Spezialfutter benötigt)
  • Zubehör (Leinen, Bettchen, Fressnäpfe, Kratzbäume oder Hütten, Spielzeug u.v.m.)
  • Tierarztkosten (neben Medikamenten, Impfungen, Entwurmungen, Kastration, Chippen) können auch krankheitsbedingte Kosten entstehen. Hier macht es Sinn, sich über eine OP Versicherung zu informieren
  • Haftpflichtversicherung
  • Steuern
  • Hundebetreuung (während Krankheit oder Urlaub)
  • Urlaub (hier können zusätzliche Kosten entstehen)
  • Bestattungskosten
Tiere aus dem Internet?

Bitte kaufen Sie keine Tiere aus dem Internet!

 
Was tun, wenn ihr Hund einen Giftköder aufgenommen hat?

Vielerorts ist davon auszugehen, dass die Zahl der Köder, die mit Rasierklingen, Plastik- und Metallteilchen oder Gift versetzt sind, zunimmt. Frisst der Hund einen solchen Köder, kommt häufig jede Hilfe zu spät – viele Hunde sterben qualvoll. Auch die Gefahr, die von den vergifteten Ködern für Kinder ausgeht, ist nicht zu unterschätzen – gerade wenn Köder bevorzugt in gut besuchten Parkanlagen oder womöglich in der Nähe von Spielplätzen ausgelegt werden

Worauf Sie bei ihrem Tier achten müssen

Vergiftungen können sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Häufig besteht höchste Lebensgefahr. Zeigt ein Hund eines oder mehrere dieser Anzeichen, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen oder die mobile Tierrettung verständigen:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • starker Speichelfluss, übermäßiges Hecheln und Atemnot
  • Unruhe oder Apathie
  • Zittern
  • schwankender Gang, Taumeln
  • Krämpfe bis hin zum Koma
  • blasses Zahnfleisch oder stark verfärbte Schleimhäute
  • große Pupillen
  • gerötete Augen
  • Blutungen

Was Sie im Notfall tun müssen

Sammeln Sie die Reste des Giftköders oder evtl. Erbrochenes ein und suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.

Bei dem geringsten Verdacht auf eine Vergiftung, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Zeigt ein Hund Vergiftungserscheinungen, sollte er beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Nur der Tierarzt kann fachkundig Fremdkörper entfernen, kontrolliertes Erbrechen hervorrufen oder eine Magen- und Darmwaschung vornehmen.

(Quelle: Peta Deutschland)