Tierschutzverein Bad Homburg e.V.

Tierschutztelefon   06172 - 688 680

20.06.2018 Zu Herzen gehende Erlebnisse, die den Tierschutzalltag erhellen !!

 (Kleine Geschichten, die uns Ehrenamtliche sehr erfreuen)

Auf den Tierfuttersammelboxen des Tierschutzvereins stehen Geldkassetten und die sind, dank unserer Tierfreunde, die den notleidenden Tieren helfen möchten, meistens gut gefüllt. Beim Leeren der Geldkassetten kommt man hin und wieder mit den Leuten ins Gespräch und es entwickeln sich nette Gespräche.

So z.Bsp. in einem REWE-Markt: Eine alte Frau steckt einige Cent in die Geldkassette und erklärt dabei: „Ich habe nur eine kleine Rente aber die Cent Stücke, die ich übrig habe, spende ich immer komplett den Tieren“. Ich war zutiefst gerührt, habe mich bei der Spenderin ganz herzlich bedankt und noch länger darüber nachgedacht, dass oft die Menschen, die das Geld selbst bitter benötigen, ihre letzten Cents für die Tiere in Not opfern.

In einem anderen REWE-Laden treffe ich, wie es das Schicksal will,

öfter eine Frau die mir erzählt, dass sie alle Pfandgutscheine von der Leergut Rücknahme in unsere Geldkassetten steckt und in der Tat ist dies die Geldkassette mit den meisten Pfandrückgabebons, oft bis zu 10 € im Monat. Und wenn ich nicht oft genug leere, quellen die Pfandbons sogar schon aus der Kassette.

Diese kleinen Erlebnisse erfüllen mich mit Freude: Erstens lerne ich nette Menschen kennen und kann mich auch persönlich für ihre Hilfsbereitschaft bedanken.

Vor kurzem hatte ich auch wieder so eine herzerfrischende Begegnung mit zwei Kindern, ca. 8 und 10 Jahre alt:

Ich wollte gerade die Geldkassette leeren als die beiden Kinder einige Cents in die Geldkassette warfen. Ich habe mich ganz herzlich bedankt und sie gelobt, dass sie den Tieren Geld spenden. Diese freudigen, glücklichen Kindergesichter werde ich so schnell nicht vergessen, aber die Kinder wahrscheinlich auch nicht, dass sie an Ort und Stelle von einer „Tante“ vom Tierschutzverein für ihre gute Tat gelobt wurden.

Frau Franke (unsere Schatzmeisterin) hatte ebenfalls ein nettes Erlebnis:

Sie leerte die Box und Geldkassette bei Edeka Georg in Oberursel. Direkt neben der Box befindet sich eine Lottoannahmestelle und ein älterer Herr füllte gerade seinen Lottoschein aus. Als er Frau Franke  bemerkte und sah, dass sie vom Tierschutzverein war, drehte er sich um, gab ihr 5,-€ mit den Worten: „Wer Geld zum Lottospielen hat, der kann auch Geld geben, um was Gutes zu tun“. Verabschiedete sich und ging

( bestimmt glücklich) aus dem Laden.

Nun macht ja das Geldkassettenleeren generell Spaß, vor allem, wenn sie gut gefüllt sind, aber erst diese zwischenmenschlichen Beziehungen am Rande machen das Ganze zu einem Highlight. 

Autorin: Renate Georg

06.05.2018 Entenrettung am Schwanenteich

Zwei aufmerksame Spaziergängerinnen riefen am Sonntag, 6.5., den

Tierschutzverein Bad Homburg an und berichteten, dass sie ein winziges Entenkind vor aufgeregten Nilgänsen retten konnten, aber ein zweites Entenjunges, welches ebenfalls von einem Nilgansganter verfolgt wurde, ließe sich nicht einfangen.

Nilgänse verteidigen jetzt im Mai sehr massiv ihren eigenen Nachwuchs.

Der Tierschutzverein Bad Homburg war auch nach kurzer Zeit mit zwei Helferinnen vor Ort und versuchte mit  Kescher und Pappkarton bewaffnet, das kleine Entchen einzufangen.

Diese Aktion erwies sich als schwierig: Mal entwischte der kleine Federball aufs Wasser, mal hörte man ein hilfloses Piepsen aus dem Gras. Die Entenmutter selbst war nirgends zu sehen.

Dann, nach über einer Stunde, fand man das Kleine nahe des Teiches leblos im Gras. Es hatte erschöpft den Kampf ums Überleben verloren.

Aber dank des Einsatzes der beiden Ersthelferinnen vor Ort, die das kleine gerettete Entenkind die ganze Zeit liebevoll in der hohlen Hand an die Brust gedrückt hielten, konnte das überlebende Geschwisterchen noch abends zu einer Wildtierhilfe gebracht werden, wo es direkt ins Wasser zu anderen, ebenso verwaisten Entchen gesetzt wurde.

Lautes, freudiges Piepsen war der Lohn für die Helferinnen und die Chancen stehen gut, dass es überlebt und danach ausgewildert werden kann.

Autor: Renate M.Georg, Tierschutzverein Bad Homburg e.V.

Aktiver Tierschutz schon mit kleinen Gesten möglich  

Oskar wartet während sein Frauchen einkaufen ist


Neulich war ich einkaufen und beobachtete eine ältere Dame wie sie mit ihrem kleinen Hund zum Einkaufsmarkt kam. Schon von Weitem konnte man sehen hier haben sich zwei Seelen gefunden. Die Dame hatte in der einen Hand ihren Handwagen für ihre Einkäufe und an der anderen Hand einen kleinen Hund an der Leine. Sie band Ihren Liebling etwas abseits des Eingangs an, damit er von den vielen vorbei eilenden Menschen nicht gestört wurde. Liebevoll packte sie eine Isomatte aus, damit sich der Hund bei den kalten Temperaturen darauf setzen konnte. Auf seinen Rücken legte sie dann noch eine Wolldecke, damit er nicht frieren musste, während sie ihre Einkäufe erledigte. 

Mich hat diese liebe- und verantwortungsvolle Geste sehr gerührt und ich ging spontan zu der Dame, um ihr zu sagen, dass ich das einfach wunderbar fand. Der Alltag im Tierschutz zeigt sich nicht immer nur von der schönsten Seite, wenn es um Tierleid geht, aber hier fand ich eine tolle Begebenheit, die mir wieder einmal zeigte, wie schön Tierschutz sein kann und dass sich wirklich schon jede kleine Tat/Hilfe lohnt.  Achten sie doch mal im Alltag darauf, vielleicht werden sie auch mit so einem schönen Ereignis belohnt !

(Autor: Bettina Tille, Schriftführerin TSV Bad Homburg e.V.) 


Neulich in England......   

Hunde mit wohl erzogenen Besitzern sind willkommen

Wir drei, das sind mein Mann, mein Hund und ich, verbrachten 2 Wochen Urlaub in England. Da mein Mann Engländer ist, weiß ich, dass manches auf der Insel anders ist. Sie sind ein liebenswertes Volk, auch wenn man den britischen Humor verstehen und auch vertragen können muss. Aber in Punkto Tierliebe sind sie wirklich sehr engagiert. Es gibt dort viele Einrichtungen für Tiere, wie z.B. die Charity-Shops. Dies sind feste Einrichtungen - Geschäfte in der Stadt - die gespendete Sachen für kleines Geld verkaufen (ähnlich wie bei uns Flohmärkte, Rotes Kreuz oder Oxfam).  Der englische Humor kennt keine Grenzen und so stießen wir vor einem Geschäft auf ein nettes Schild mit dem Hinweis "Dogs welcome with well behaved owners" was soviel heißt wie " Hunde mit wohl erzogenen Besitzern sind willkommen". Einfach Herrlich!! Oder auch die praktische und tierliebe Seite der Engländer zeigte sich schon früh. In einer alten Kirchentür wurde schon vor Jahrhunderten eine Katzen-/Hundeklappe eingebaut. 

Hunde-/Katzenklappe in Kirchentür

Was uns auch sehr gut gefiel waren frei laufende Hühner, die ihr Leben in der freien Natur genießen durften. Der Bauer stellte ihnen Futter und Wasser zur Verfügung und das Zusammenleben mit den Enten vom nahe gelegenen Teich und dem Hund des Bauern war gar kein Problem. Auch die Schweinehaltung, die wir sahen, machte auf uns einen guten Eindruck. Die Schweine hatten im Feld viele kleine Hütten und konnten sich nach Herzenslust in der Erde suhlen. Dies würde ich mir in Deutschland auch wünschen und  hoffen, dass die Tierhaltung überall noch Tierwürdiger/-freundlicher  stattfinden würde. Denn eines weiß ich; nicht das Bild von eingesperrten und geschundenen Tieren tut uns Menschen gut sondern Bilder von glücklichen und gesunden Tieren erfreut unser Herz und macht auch uns Menschen glücklich. In diesem Sinne...

 

 

 

 



Autor: Bettina Tille